Pressemitteilung vom 18.02.2026 zum TV-N Bayern

Tarifverhandlungen für die bayerischen Nahverkehrsunternehmen

Tarifverhandlungen für die bayerischen Nahverkehrsunternehmen – Die Forderungen sind nicht erfüllbar, daran können auch die erneuten Streiks nichts ändern

 

Die Arbeitgeber kritisieren die erneuten Streiks deutlich. Die Forderungen der Gewerkschaft ver.di sind nicht erfüllbar, daran können auch die derzeitigen Streiks nichts ändern. Sie belasten daher die Bevölkerung zu Unrecht. 

Verhandlungen bedeuten, dass sich beide Seiten aufeinander zubewegen. In der zweiten Verhandlungsrunde hat die Gewerkschaft ver.di aber deutlich gemacht, dass für eine Einigung eine Entgelterhöhung von knapp 670,00 € und damit ein Gehaltsplus von über 25 % für die unteren Entgeltgruppen zwingend sei. Die Gewerkschaft beharrt zusätzlich auf einer Reduzierung der Arbeitszeit von 38,5 auf 35 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich. 

Die Gewerkschaft ver.di fordert, dass die Arbeitgeber auf der Basis dieser Forderungen ein verbessertes Angebot unterbreiten. Ein Angebot in dieser Größenordnung würde aber das innerhalb und auch außerhalb des öffentlichen Dienstes Mögliche weit überschreiten, sodass die Forderungen schlicht nicht erfüllbar sind. 

Angesichts der aktuellen angespannten finanziellen Lage der Kommunen würden derartige Personalkostensteigerungen zwangsläufig zu höheren Fahrpreisen und einer Reduzierung des Verkehrsangebots führen. Auch außerhalb des öffentlichen Dienstes wäre eine Erfüllung dieser hohen Forderungen nicht realisierbar und würde Insolvenzen und Stellenabbau nach sich ziehen.

Das bereits seit der ersten Verhandlungsrunde vorliegende Angebot der Arbeitgeber ist vergleichbar mit dem Tarifabschluss für die Kommunen aus dem vergangenen Jahr sowie dem aktuellen Tarifabschluss der Länder. Es bietet dabei eine kürzere Laufzeit an.

Die Arbeitgeber sind fest entschlossen, gemeinsam mit ver.di Lösungen am Verhandlungstisch zu finden. Das erfordert, aber, dass alle Sichtweisen angemessen berücksichtigt werden. Das sind die Interessen unserer Beschäftigten, aber auch – wie in allen anderen Branchen – die wirtschaftliche Situation der Unternehmen. Nur so kann es gelingen, gemeinsam mit unseren Beschäftigten dauerhaft einen sicheren und zuverlässigen Personennahverkehr und damit eine zukunftsorientierte, nachhaltige Mobilität zu gewährleisten.