Pressemitteilung vom 16.04.2026 zum TV-N Bayern

Tarifverhandlungen für die bayerischen Nahverkehrsunternehmen

In der 5. Verhandlungsrunde zum Tarifvertrag für die bayerischen kommunalen Nahverkehrsunternehmen konnte nach intensiven Verhandlungen eine Einigung für die rund 10.000 Beschäftigten erzielt werden. Das Gesamtpaket sieht eine deutliche Entgelterhöhung von insgesamt 7 Prozent, eine Arbeitszeitreduzierung um eine Stunde sowie weitere zahlreiche weitere Verbesserungen der Arbeitsbedingungen vor. 

Im Einigungspapier vom 15.04.2026 wurden bei einer Laufzeit von vier Jahren bis zum 31.12.2029 unter anderem die folgenden Punkte vereinbart:

  • Entgelterhöhungen 
     
    • zum 01.01.2026 um 4,1 Prozent, mindestens jedoch 120 Euro,
    • zum 01.09.2026 um 1 Prozent,
    • zum 01.01.2027 um 1,9 Prozent.

Sonderkündigungsrecht für die Entgelttabellen zum 31.12.2027.

  • Ab dem 01.01.2029
    • Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit von derzeit 38,5 Stunden auf 37,5 Stunden,
    • Festlegung der Mindestruhezeiten auf 10,5 Stunden,
    • Möglichkeit, auf beidseitig freiwilliger Basis die wöchentliche Arbeitszeit auf bis zu 42 Stunden zu erhöhen.
  • Ausweitung der Zeiten für zuschlagspflichtige Nachtarbeit von 21 bis 6 Uhr ab dem 01.01.2027 sowie eine
  • Erhöhung des Sonntagszuschlags auf 30 Prozent ab dem 01.12.2029.

Die Tarifeinigung enthält eine Erklärungsfrist bis zum 15.05.2026.

Der dbb beamtenbund und tarifunion/NahVG haben sich für eine Kompensation für das Jahr 2025 eingesetzt. Diese ist als Teil des starken ersten Erhöhungsschrittes in die Tarifeinigung eingeflossen.

Die Verhandlungsführerin Magdalena Weigel betont, dass mit dem Tarifabschluss ein für alle Seiten ausgewogenes Tarifergebnis erzielt werden konnte. Mit der Laufzeit von vier Jahren konnte Planungssicherheit für die kommunalen Nahverkehrsunternehmen in Bayern erreicht werden. Gleichzeitig werden die finanziellen Auswirkungen über einen langen Zeitraum verteilt. Der gewonnene Kompromiss berücksichtigt dabei auch das gemeinsame Interesse der Tarifvertragsparteien, die sehr guten Arbeitsbedingungen weiterhin attraktiv auszugestalten.